Hallo und schön, dass du hier bist!

Ich möchte mich gerne kurz vorstellen und erzählen, wie ich eigentlich zum Töpfern gekommen bin.

Ich heiße Nils, bin Ende zwanzig und komme aus Detmold. Töpfern begleitet mich jetzt schon eine ganze Weile, denn meine Mutter arbeitet als Keramikerin. Allerdings beschäftigt sie sich vor allem mit Handaufbau. Als dann eine Drehscheibe dazukam, wurde meine Neugierde geweckt…

2014 habe ich mich zum ersten Mal an die Scheibe gesetzt. Dann folgten unzählige Versuche, schiefe Becher, zusammengefallene Schalen und auch eine Menge Frust. Trotzdem hatte mich etwas gepackt. Das Material, die Arbeit mit den Händen und die Möglichkeit, etwas Eigenes entstehen zu lassen, haben mich fasziniert. Es folgten Kurse, Bücher, YouTube-Videos und natürlich noch viele weitere Fehlschläge. Aber mit jedem Versuch wurde ich ein kleines bisschen besser.

Dann verlor ich das Töpfern allerdings für einige Jahre wieder aus den Augen. Erst während meines Studiums in Osnabrück (2018) fand ich zurück zur Drehscheibe. Ziemlich unpraktisch, denn die Drehscheibe stand mitten in meinem WG-Zimmer. Es gab jede Menge Staub, Dreck und vor allem keine Möglichkeit, die Stücke zu brennen.

Später zog es mich für ein zweites Studium nach Gießen (2023), natürlich wieder mit der Drehscheibe. Wieder stand sie im WG-Zimmer, zum Brennen musste ich dann mit einem großen Umzugskarton zum Bahnhof und die ungebrannten Stücke Marburg bringen. Anstrengend und ehrlich gesagt ziemlich nervig.

Danach führte mich mein Weg nach Leipzig. Hier arbeite ich heute in einem kleinen Universitätsprojekt und habe kurz nach meinem Umzug etwas großartiges entdeckt: Direkt neben meiner WG befindet sich das Open Studio Papaya. Eine Minute zu Fuß entfernt, voll ausgestattet und mit der Möglichkeit, Mitglied zu werden. Klingt perfekt, oder?! Deshalb bin ich auch seit 2024 zweimal pro Woche nach der Arbeit an der Drehscheibe. Ich lerne ständig dazu, entwickle mich weiter und bin auf der Suche nach einem eigenen Stil und Perfektion.
Für mich ist Töpfern viel mehr als nur ein Hobby. Es ist ein Ausgleich, der mir unglaublich viel gibt. Sobald ich an der Drehscheibe sitze, verschwinden Alltagssorgen, Termine und To-do-Listen komplett aus meinem Kopf.

Endlich angekommen und trotzdem habe ich das Gefühl, dass meine Reise gerade erst begonnen hat.

Ich möchte weiter wachsen, neue Techniken lernen und noch mehr Zeit in diese Leidenschaft stecken. Ob Hobby oder vielleicht irgendwann doch Beruf, das weiß ich noch nicht. Was ich allerdings sicher weiß: Töpfern ist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden und ich freue mich über jede Person, die mich unterstützt und auf dem Weg begleitet. Vielleicht steht am Ende ja sogar mein eigenes kleines Töpferstudio, wer weiß das schon:)

Zeitlose Keramik für den täglichen Gebrauch.